Wie viel CO2 spart eine wiederbefüllte Druckerpatrone? So rechnen wir.

Eine wiederbefüllte Druckerpatrone vermeidet je nach Bauform zwischen rund 40 Gramm (kleine Tintenpatrone) und über 6 Kilogramm CO2 (große Bürotoner-Kartusche) gegenüber einer neu produzierten Kartusche. Der Grund: Das aufwendig produzierte Gehäuse samt Elektronik wird gereinigt, geprüft und neu befüllt, statt neu hergestellt zu werden. Hier legen wir offen, wie wir jede CO2-Angabe im Shop berechnen – mit Formel, Faktoren und Beispielen zum Nachrechnen.

SUPERPATRON – Maskottchen von SUPERPATRONEN, Held der leeren Druckerpatronen

Die Formel

Für jede wiederbefüllte Patrone (SUPERPATRONE) berechnen wir die vermiedenen Emissionen aus zwei Bestandteilen: der vermiedenen Neuproduktion und der vermiedenen Entsorgung.

CO2 (in Gramm) = Leergewicht (kg) × 1.552,7 + Bruttogewicht (kg) × 500
Leergewicht = Bruttogewicht × Bauform-Faktor
  • 1.552,7 g CO2 pro kg Leergewicht: Emissionen der Neuproduktion (Kunststoffgehäuse, Elektronik, Fertigung), die durch die Wiederverwendung des Gehäuses entfallen.
  • 500 g CO2 pro kg Bruttogewicht: Emissionen, die bei Entsorgung und Neuherstellung im klassischen Einwegzyklus zusätzlich anfallen würden.

Das Leergewicht leiten wir aus dem Bruttogewicht über einen Bauform-Faktor ab:

Bauform Anteil Gehäuse am Bruttogewicht Beispiel
Tinten-/Druckkopfpatrone 55 % HP 963XL, HP 305, Canon CLI-551
Tonerkartusche 80 % HP 85A, Brother TN-2420, HP 42X
Trommeleinheit 95 % Brother DR-2400

Die Gewichte je Artikel stammen aus den Produktdaten unseres Wiederbefüllungs-Partners, eines mittelständischen Fachbetriebs in Deutschland.

Beispielrechnungen zum Nachvollziehen

Kartusche Brutto Rechnung CO2-Ersparnis
Tintenpatrone (Brother LC-900, schwarz) 62 g 0,062 × 0,55 × 1.552,7 + 0,062 × 500 rund 85 g
Toner mittel (Brother TN-2420) 680 g 0,68 × 0,80 × 1.552,7 + 0,68 × 500 rund 1,2 kg
Toner groß (HP 42X, 24.000 S.) 3,08 kg 3,08 × 0,80 × 1.552,7 + 3,08 × 500 rund 5,4 kg
Toner XXL (HP W9004MC, 50.000 S.) 3,80 kg 3,80 × 0,80 × 1.552,7 + 3,80 × 500 rund 6,6 kg

Alle Werte sind Näherungen und werden mit „rund/etwa“ ausgewiesen. Wir runden dabei grundsätzlich ab.

Alle Werte im Überblick

Die Formel oben wenden wir auf unser gesamtes Refill-Sortiment an – derzeit 1.847 Artikel. Für jeden einzelnen davon liegt uns das reale Kartuschengewicht vor, ermittelt bei der Wiederbefüllung. Hier die Auswertung des gesamten Datensatzes.

Nach Bauform

Bauform Artikel kleinster Wert Median größter Wert
Tonerkartusche 1.301 rund 300 g rund 1,3 kg rund 6,6 kg
Tintenpatrone 509 rund 40 g rund 95 g rund 1,5 kg
Trommeleinheit 37 rund 790 g rund 1,8 kg rund 4,3 kg
Gesamt 1.847 rund 40 g rund 1,0 kg rund 6,6 kg

Wir weisen den Median aus, nicht den Durchschnitt: Einzelne Großkartuschen ziehen den Mittelwert nach oben und lassen die Zahlen besser aussehen, als sie im Regelfall sind. Die Aussage aus diesen Daten lautet: Die Hälfte aller wiederbefüllten Toner in unserem Sortiment vermeidet über 1,3 Kilogramm CO2 gegenüber einer neu produzierten Kartusche.

Nach Hersteller

Hersteller Artikel kleinster Wert Median größter Wert
HP 447 rund 55 g rund 1,4 kg rund 6,6 kg
Kyocera 246 rund 340 g rund 1,1 kg rund 5,6 kg
Canon 231 rund 40 g rund 1,0 kg rund 6,1 kg
Brother 211 rund 70 g rund 460 g rund 4,3 kg
Epson 151 rund 45 g rund 70 g rund 1,5 kg
OKI 123 rund 380 g rund 1,0 kg rund 3,1 kg
Samsung 85 rund 1,2 kg rund 1,8 kg rund 4,0 kg
Konica Minolta 76 rund 440 g rund 1,4 kg rund 2,8 kg
Xerox 69 rund 310 g rund 980 g rund 2,8 kg
Lexmark 64 rund 330 g rund 1,4 kg rund 4,6 kg
Utax 56 rund 410 g rund 1,1 kg rund 3,0 kg
Dell 53 rund 300 g rund 490 g rund 2,8 kg
Sharp 30 rund 505 g rund 1,6 kg rund 3,1 kg

Marken mit weniger als 30 Artikeln im Refill-Sortiment sind hier nicht einzeln ausgewiesen, in der Gesamtsumme aber enthalten. Die Unterschiede zwischen den Marken sagen nichts über deren Umweltbilanz aus. Sie zeigen nur, welche Bauformen wir je Marke wiederbefüllen: Wo überwiegend kleine Tintenpatronen im Sortiment sind, liegen die Werte niedriger – nicht weil die Marke schlechter wäre, sondern weil weniger Material im Kreislauf bleibt.

Woher die Zahlen kommen

Der Wert für jeden einzelnen Artikel steht auf der jeweiligen Produktseite. Grundlage ist das reale Bruttogewicht der Kartusche, das bei der Wiederbefüllung in Deutschland erfasst wird – Artikel für Artikel, nicht geschätzt und nicht aus Katalogangaben übernommen. Genau deshalb können wir für 1.847 Artikel einen eigenen Wert ausweisen statt einer Pauschalangabe.

Stand der Daten: 22.07.2026. Für Rückfragen zur Methodik oder für die zugrunde liegende Untersuchung (Verfahren D-17/400780) schreiben Sie uns an service@superpatronen.de.

Worauf sich die Rechnung stützt

Unabhängige Grundlage: Fraunhofer UMSICHT (2019)

Das Fraunhofer-Institut UMSICHT hat 2019 im Auftrag von Interseroh untersucht, was Wiederverwendung gegenüber Recycling bringt: Die Wiederverwendung eines Tonermoduls spart demnach rund 4,5 kg Treibhausgase und 9,4 kg Primärressourcen – reines Material-Recycling dagegen nur etwa 0,4 kg CO2. Wiederverwendung bringt also mehr als das Zehnfache der Ersparnis von reinem Recycling. Das bestätigt das Prinzip, auf dem unsere Rechnung beruht: Der größte Emissionsposten einer Kartusche steckt in ihrer Herstellung – und genau die entfällt.

Messung der eigenen Artikel: der di-no-Bericht (2017)

Das Deutsche Institut für Nachhaltigkeit & Ökonomie hat im Verfahren D-17/400780 reale Kartuschen aus unserem Sortiment gewogen und analysiert (u. a. Brother TN-2220, HP CF280X, HP 301XL, Canon CLI-551XL). Der Bericht wurde in unserem Auftrag erstellt; er liefert die Gewichts- und Materialdaten, auf denen unsere Bauform-Faktoren beruhen. Kernergebnisse:

  • Produktion: Für einen durchschnittlichen Toner werden bis zu 3 Liter Rohöl benötigt – rund 6 kg CO2 im Produktionsverlauf; bei Tintenpatronen rund 200 g. Dieser Aufwand entfällt bei der Wiederbefüllung.
  • Refill-Vorgang: Die Wiederbefüllung selbst verursacht höchstens 20 Prozent dieser Emissionen; mindestens 80 Prozent werden vermieden.
  • Transport: Ein aus Asien verschiffter Neu-Toner verursacht allein auf dem Transportweg das 16- bis 18-Fache der Emissionen einer in Deutschland wiederbefüllten Kartusche.

Die Untersuchung (Verfahren D-17/400780) stellen wir auf Anfrage bereit. Die berechneten Werte je Artikel finden Sie weiter unten vollständig aufgelistet.

Bewusst konservativ gerechnet

Unsere Formel ist bewusst vorsichtiger kalibriert als diese Studienwerte: Wo der Bericht für einen großen Toner rund 6 kg Produktionsemissionen ansetzt, weist unsere Rechnung für den HP 42X rund 5,4 kg aus – und die Transport-Ersparnis rechnen wir gar nicht erst ein. Jede CO2-Angabe im Shop liegt damit unterhalb dessen, was die Studienlage hergibt.

Was diese Zahlen nicht sagen

  • Die Werte beziffern die vermiedene Neuproduktion und Entsorgung, nicht den Stromverbrauch beim Drucken – der ist bei Original, Kompatibel und Refill identisch.
  • Die Transport-Ersparnis (laut di-no-Bericht Faktor 16 bis 18) rechnen wir nicht in die Produktwerte ein; sie käme on top.
  • Der di-no-Bericht stammt aus dem Jahr 2017. Die physikalischen Grundlagen (Gewichte, Materialeinsatz, Rohölbedarf) haben sich seither nicht wesentlich verändert; die Gewichte je Artikel halten wir laufend aktuell.
  • Eine wiederbefüllte Patrone ist kein Freifahrtschein: Wer weniger druckt, vermeidet am meisten. Tipps im Ratgeber sparsam drucken.

Warum Wiederbefüllung überhaupt CO2 vermeidet

SUPERPATRON steht schützend über einer leeren Druckerpatrone
Das ist SUPERPATRON.

Der Held der leeren Patronen – Beschützer und Retter, der ihnen ein zweites Leben ermöglicht. Bei einer SUPERPATRONE wird die gebrauchte Originalkartusche von einem mittelständischen Fachbetrieb in Deutschland gereinigt, geprüft und neu befüllt. Gehäuse, Chip und Mechanik bleiben im Kreislauf – es entsteht kein neues Kunststoffgehäuse und keine neue Elektronik. Genau dieser Produktionsschritt ist der größte Emissionsposten einer Patrone, und genau er entfällt.

Wie das Verfahren im Detail funktioniert: Refill-Druckerpatronen erklärt.

Die größten CO2-Sparer im Shop

Je größer die Kartusche, desto größer der Effekt. Diese wiederbefüllbaren Toner sparen am meisten – wenn Ihr Drucker dabei ist, lohnt der Umstieg doppelt:

Refill-Toner Reichweite CO2-Ersparnis entspricht Autofahrt* Für Drucker
Refill HP W9004MC 50.000 S. 6,6 kg rund 60 km HP LaserJet Managed E60055/E60075
Refill Canon T03 51.500 S. 6,1 kg rund 55 km Canon imageRUNNER 527/627/717
Refill Kyocera TK-8705 70.000 S. 5,6 kg rund 51 km Kyocera TASKalfa 6550/7550
Refill HP 64X 36.000 S. 5,5 kg rund 50 km HP LaserJet P4015
Refill HP 42X 24.000 S. 5,4 kg rund 49 km HP LaserJet 4250/4350
Refill HP 81X 25.000 S. 4,6 kg rund 41 km HP LaserJet Enterprise M605/606/630
Refill HP 55X / 724H 20.000 S. 3,6 kg rund 32 km HP LaserJet M521/M525/P3015

*Vergleichsbasis: rund 110 g CO2 pro Pkw-Kilometer. Alle Werte sind Näherungen.

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Häufige Fragen

Wie genau sind die CO2-Angaben?

Es sind Näherungswerte, je Artikel aus dem realen Kartuschengewicht berechnet und stets mit „rund“ ausgewiesen. Sie liegen bewusst unterhalb der veröffentlichten Studienwerte: Wo der di-no-Bericht für einen großen Toner rund 6 kg ansetzt, weist unsere Rechnung rund 5,4 kg aus. Die Transport-Ersparnis rechnen wir gar nicht erst ein. Wir geben lieber zu wenig an als zu viel.

Warum spart ein Toner mehr CO2 als eine Tintenpatrone?

Weil die Kartusche größer und schwerer ist: Eine 42X-Kartusche wiegt über 3 Kilogramm, eine Tintenpatrone oft nur 60 bis 130 Gramm. Der Löwenanteil der Emissionen steckt im Gehäuse – und das wird bei der Wiederbefüllung weiterverwendet.

Ist eine kompatible Patrone genauso gut für die CO2-Bilanz?

Bei Druckkopfpatronen (z. B. HP 301/302/305, Canon PG-545) basieren auch kompatible Ausführungen auf wiederaufbereiteten Originalgehäusen. Neu produzierte Nachbauten dagegen verursachen ähnliche Produktionsemissionen wie Originale. Die größte Ersparnis bringt die Wiederbefüllung.

Wo wird wiederbefüllt?

Bei einem mittelständischen Fachbetrieb in Deutschland. Die Kartuschen werden dort gereinigt, geprüft und neu befüllt; die Arbeit bleibt im Land.

Was passiert mit meiner leeren Patrone?

Leere Originalkartuschen sind der Rohstoff der Wiederbefüllung. Geben Sie sie in die Sammelsysteme zurück, statt sie in den Hausmüll zu werfen.

Spare ich mit einer SUPERPATRONE auch Geld?

In den meisten Serien ja: Eine wiederbefüllte Kartusche kostet typischerweise 40 bis 70 Prozent weniger als das Original bei gleicher oder höherer Füllmenge. Den Vergleich je Drucker finden Sie auf der jeweiligen Druckerseite.

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