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Toner nachfüllen: Anleitung und Alternative

Drei TonerkartuschenDein aktueller Toner ist (bald) leer. Du spielst mit dem Gedanken, die Tonerkartusche mit Tonerpulver, korrekt gesagt mit Toner, neu zu befüllen. Klingt nach einer guten Idee und nachhaltiger ist es auch, als einen neuen Originaltoner oder kompatiblen Toner zu bestellen.

Ob sich das Lesen einer Anleitung zum Toner nachfüllen und das Durchführen dieses Projekts lohnt, beleuchten wir in diesem Ratgeber. Wir geben dir auch Hinweise darauf, wie du Toner nachfüllen kannst und was du dabei alles beachten musst. Und das sind einige Punkte, wenn du anschließend mit deinem Laserdrucker zufriedenstellend mit der selbst befüllten Tonerkartusche wie gewohnt drucken möchtest.

Toner nachfüllen ist nicht so einfach wie Tintenpatronen nachfüllen

Verschiedene Umstände führen dazu, dass das Toner nachfüllen komplizierter ist, als eine Tintenpatrone mit Tinte wiederzubefüllen:

Aufbau, Bauteile und Verschleißteile einer Tonerkartusche

Im Gegensatz zu einer Tintenpatrone ist eine Tonerkartusche weit komplizierter aufgebaut. Das ist der komplexen Technik der Laserdrucker-Technologie geschuldet. Integrierte Bildtrommel, Vorlade-Roller, Wischblatt, Magnetrolle etc. und eine Kammer für den pulvrigen Toner, das sogenannte Toner-Reservoir, verdeutlichen, dass eine Patrone für Laserdrucker eine andere Herausforderung darstellt als eine Patrone mit Tinte für Tintenstrahldrucker. Einige Bauteile einer Toner-Kartusche unterliegen zudem einem Verschleiß. Manche Verschleißteile sind leider vom Originalhersteller so konzipiert worden, dass sie nur über die einmalige Lebensdauer einer Füllung die versprochene Qualität bei Ausdrucken liefern. Daher kann eine Kartusche bereits nach dem ersten Nachfüllen qualitativ schlechtere Druckergebnisse liefern.

Funktionsweise Laserdrucker

Reinigung der Komponenten der Tonerkartusche

Damit du eine gute Druckqualität erhalten kannst, solltest du vor dem Refill die Komponenten reinigen, so gut es eben zu Hause geht. Beachte, dass du unterschiedlich an die Reinigung der verschiedenen Bauteile herangehen musst: Reinigung mit einem trockenen Tuch, feuchte Reinigung mit Wasser oder bestimmtem Reiniger etc. Außerdem kommt es bei einer Tonerkartusche mit integrierter Bildtrommel auch auf Geschwindigkeit an. Die Trommel ist nämlich lichtempfindlich und darf nur möglichst kurz Licht ausgesetzt werden. Zudem darf sie keine Kratzer abbekommen, sonst findest du sich wiederholende Druckfehler auf deinen Ausdrucken. Und selbst Fett, das natürlich auf deiner Haut vorkommt, kann später zu Problemen beim Druck führen, wenn es sich auf der Trommeloberfläche befindet.


Patronenchip auf der Tonerkartusche

Patronenchip auf TonerkartuscheDer Chip teilt dem Drucker und der dazugehörenden Software mit, wie viele Ausdrucke mit der Kartusche durchgeführt wurden. Meldet der Chip „Toner leer“ oder „Tonerstand niedrig“ oder ähnliches, setzt sich der Chip nicht einfach zurück, nur weil du frischen Toner in die Tonerkartusche gefüllt hast. Zugegeben, dieses Problem ist auch bei Tintenpatronen mit Patronenchip bekannt. Und dennoch: Nur die wenigsten Tonerpatronen besitzen keinen Patronenchip. Als Schlussfolgerung bleibt festzuhalten, dass du dafür sorgen musst, dass du den Chip resettest, beispielsweise mit einem Chip-Resetter. Oder du musst den alten Chip gegen einen neuen, kompatiblen Chip austauschen. Falls du dich für ein Nachfülltoner-Kit entscheidest, ist in vielen Fällen der notwendige Chip enthalten, den du mit dem alten austauschst.


Zusammensetzung des Tonerpulvers

Toner unter MikroskopToner ist ein Pulver, dass so fein ist, dass es sich beinahe wie eine Flüssigkeit verhält. Allerdings hat jeder Hersteller eigene Rezepturen für Toner, die verschiedene Eigenschaften wie Schmelzpunkt, Fließeigenschaft oder auch magnetisches und elektrostatisches Verhalten berücksichtigen . Selbst unter den Laserdrucker-Modellen eines Herstellers gibt es Unterschiede bei der Zusammensetzung des Toners. Daher kommt es darauf an, den passenden Toner für das Wiederbefüllen zu wählen. Ist das Pulver beispielsweise mit zu groben Partikeln gefertigt, kann das zu einem Druckproblem werden, weil die Technik das Pulver nicht ordentlich zum gewünschten Druckbild verarbeiten kann. Schlechte Farbwiedergabe und nicht haftender Toner auf dem Papier sind noch eher harmlosere Folgen, allerdings kann das Tonerpulver auch verklumpen und dem Druckwerk Schaden zufügen, welcher irreparabel sein kann.


Einfüllen des Toners

Tonerpulver vor BildtrommelDas Einfüllen des Toners ist beim Toner nachfüllen auch ein eigenes Thema. Bei einer Tintenpatrone kann mit einer Spritze relativ einfach Tinte nachgefüllt werden. Bei einer Tonerkartusche gestaltet sich dieser Vorgang komplizierter und erfordert etwas Mut und Geschick. Du musst gegebenenfalls die Tonerkartusche zerlegen und die Tonerkammer der Tonerkartusche aufbohren oder anderweitig eine Öffnung zum Befüllen schaffen. Reste des alten Toners müssen herausgesaugt werden. Und schließlich muss das frische Tonerpulver durch die geschaffene Öffnung möglichst unfallfrei und in passender Füllmenge eingefüllt werden. Selbstverständlich wird die Öffnung wieder verschlossen.


Allgemeine Hürden beim Toner nachfüllen

Zunächst handelst du völlig auf eigene Gefahr, wenn du selbst eine Tonerkartusche wiederbefüllst und in deinem Drucker verwendest. Du hast in der Regel keine Garantien und Absicherungen gegenüber Dritten und musst bei einem Schadensfall selbst für entstehende Kosten aufkommen. Außerdem solltest du etwas handwerkliches Geschick haben, um den Überblick über Schrauben, Kontakte, Zusammenbau etc. zu behalten. Denke auch daran, dass das Nachfüllen einer Tonerkartusche keine saubere Sache ist und du dich höchstwahrscheinlich schmutzig machen wirst. Etwas Zeit musst du natürlich auch mitbringen. Zudem weißt du erst nach getaner Arbeit, wie gut die Druckqualität der Ausdrucke ist, und ob die Tonerkartusche nach dem Refill mit deinem Drucker korrekt funktioniert.


Toner nachfüllen: Nachfüll-Kits

Für viele Hersteller wie HP, Samsung, Lexmark, Dell usw. gibt es sogenannte Toner-Nachfüll-Kits. Hier wiederum musst du ein Kit mit Nachfülltoner für dein Druckermodell finden. Nur so ist relativ sicher, dass der Toner zu deinem Drucker passt. Du solltest prüfen, ob der Hersteller des Kits mit Nachfülltoner vertrauenswürdig ist und welche Erfahrungen andere Nutzer mit dem Refill gemacht haben, sofern sich das herausfinden lässt. Du solltest auch prüfen, welche Garantien du vom Kit-Anbieter erhältst: Kommt er für Schäden an deinem Drucker etc. auf, wenn durch den Refill und den Gebrauch der Tonerpatrone ein Problem auftritt? Neben den Risiken bleiben die eigentliche Arbeit, Zeit und Aufwand samt Tonerstaub neben den Kosten für das Kit natürlich stets an dir hängen.


Toner nachfüllen: Anleitung

Toner MontageWir geben dir hier eine allgemeine Anleitung zum Toner nachfüllen. Bedenke, dass du alle Risiken eines Refills selber trägst. Es handelt sich hier lediglich um ein Angebot von SUPERPATRONEN, damit du dir über den generellen Vorgang und des Nutzens von Nachfülltoner einen Überblick verschaffen kannst. Weitere und auf deinen Drucker bzw. deine Druckerpatronen zugeschnittene Informationen entnimmst du bitte der Anleitung, die einem seriösen Nachfülltoner bzw. beim Toner-Nachfüll-Kit beigelegt sein sollte.


Toner nachfüllen: Warnhinweise und Vorbereitung

Wenn du dich für einen Refill entscheidest, berücksichtige:

  • Tonerstaub kann zu Staubexplosionen führen – keine Zündquellen wie Zigarette, brennende Kerzen etc. dürfen sich in der Nähe befinden.
  • Trage eine Staubmaske, um dich vor dem Einatmen des sehr feinen Tonerstaubs zu schützen.
  • Verwende nur Druckerpatronen/Tonerkartuschen des Originalherstellers. Billige Nachbau-Toner sind von schlechter Qualität, die sich nicht für einen Refill und eine zweite Runde im Drucker eignen.
  • Trage Einmal-Handschuhe und alte Kleidung.
  • Normale Staubsauger können die sehr feinen Tonerpartikel nicht filtern und verteilen die Partikel in der Raumluft. Auch die Gefahr eines Schadens am Staubsauger besteht. Besser wäre, einen Spezialsauger zu verwenden.
  • Schütze deine Umgebung für Schmutz und lege Zeitung etc. aus. Oder führe den Refill in einer Werkstatt aus, sofern du einen solchen Raum besitzt.
  • Lege alle notwendigen Werkzeuge bereit. Welches du benötigst, sollte dir die beiliegende Anleitung des Nachfülltoners bzw. des Nachfüll-Kits verraten. Außerdem solltest du für die Reinigung weiche, fusselfreie Tücher, destilliertes Wasser, gegebenenfalls Reiniger etc. bereitstellen.
  • Stelle sicher, dass die Tonerkartusche bisher einwandfrei funktioniert hat. Vor allem bei solchen Kartusche, die eine Bildtrommel integriert haben, sollte das Druckbild einwandfrei gewesen sein, damit du sie mit guter Druckqualität weiterverwenden kannst. Und nochmal der Hinweis: Verwende eine Originalpatrone des Druckerherstellers! Nimm die Patrone in Augenschein, bei offensichtlichen Beschädigungen solltest du eine andere Kartusche nutzen.

Toner nachfüllen: Durchführung

  • Tonerkartuschen sind sehr unterschiedlich aufgebaut. Daher musst du zusehen, dass du an den Behälter für den Toner kommst. Eventuell musst du die Kartusche zerlegen, bei manchen Kartuschen kommst du problemlos an die Kammer für das Tonerpulver heran. Es ist zudem notwendig, dass du beim gesamten Vorgang möglichst viele Teile fachgerecht reinigst. Gehe besonders vorsichtig bei offenliegender Bildtrommel vor, sie darf nur sehr kurz Licht ausgesetzt sein und keine Kratzer abbekommen!
  • Manche Kartuschen haben tatsächlich eine Öffnung zum Befüllen, die du relativ einfach nutzen kannst. Bei anderen Kartuschen musst du das Gehäuse öffnen. Das kann durch Schrauben, aber auch durch gezielt eingesetzter Kraft, einem Schraubenzieher oder Teppichmesser etc. bewerkstelligt werden. Eventuell musst du die Kammer für das Tonerpulver auch aufbohren oder aufschmelzen. Bedenke, dass du das Loch wieder verschließen musst! Merke dir gut, was du bei komplizierter aufgebauten Kartuschen getan hast, sodass am Ende jede Schraube und jedes Teil wieder seinen korrekten Platz findet.
  • Falls ein Resttonerbehälter vorhanden und an der Kartusche integriert ist, solltest du diesen leeren. Auch die Tonerkammer solltest du von Toner-Resten so gut es geht befreien.
  • Tipps für das Wiederbefüllen: Wenn du Zugang zur Tonerkammer hast, musst du das Tonerpulver einfüllen. Durch die sehr feinen Partikel verhält es sich fast wie eine Flüssigkeit. Um diese Eigenschaft zu unterstützen, schüttele die Flasche mit Nachfülltoner sorgfältig und „gieße“ anschließend den Toner in die Kammer. Verteile das Tonerpulver mit vorsichtigem, horizontalem Schwenken und fülle die Kammer gut auf.
  • Nun musst du die Kammer wieder verschließen. Das kann mit Gewebeband gelingen, aber auch mit Klebstoff. Halte dich an die Anweisungen der Anleitung des Toner-Kits. Achte darauf, dass keine Ritzen offen bleiben. Überschüssiges Tonerpulver kann übrigens das Verschließen erschweren und die Haftung von Kleber oder Gewebeband mindern!
  • Falls nötig, setze die Kartusche wieder zusammen und überprüfe, ob alle Teile richtig sitzen und alle von dir provozierten Öffnungen richtig verschlossen sind.
  • Nun benötigt deine Patrone einen neuen Chip, den du eigentlich in deinem Refill-Kit vorfinden solltest. Entferne vorsichtig den alten Chip, merke dir zuvor beispielsweise mit einem Foto die Ausrichtung des Patronenchips. Anschließend klebst du den kompatiblen Chip mit beispielsweise Sekundenkleber oder Heißkleber auf, ohne die Oberfläche des Chips mit Klebstoff zu beschmieren, weil er dann nicht funktionieren würde.

Nun schlägt die Stunde der Wahrheit: Setze die Tonerkartusche in deinen Drucker ein und versuche, einen Testdruck auszuführen. Sollten Probleme mit der Patrone auftreten, raten wir dazu, den Versuch abzubrechen. Zum Schutz deines Druckers greifst du besser zu einer Patrone vom Druckerhersteller oder zu einem Rebuilt-Toner eines seriösen Händlers.


Alternative zum Toner nachfüllen

Zeit, Aufwand und Risiken sparst du, wenn du den Refill Profis überlässt. Achtung Eigenwerbung – man möge es uns verzeihen: Wir bereiten in Deutschland gebrauchte Originaltoner fast aller Hersteller und für sehr viele Laserdrucker-Modelle auf:

  • Wir prüfen die originalen Tonerkartuschen,
  • reinigen sie,
  • tauschen Verschleißteile aus,
  • befüllen sie sorgfältig mit ausgesuchtem Nachfülltoner neu und
  • resetten den Chip bzw. tauschen ihn gegen einen neuen Patronenchip aus.

Nach einem Qualitäts-Check gehen die Tonerpatronen in den Shop und schließlich per direktem Versand ab Manufaktur ohne Umwege zum Kunden. Und weil wir nicht nur einen Refill durchführen, sondern auch notwendige Verschleißteile ersetzen, handelt es sich nicht um Refill-Toner, sondern um sogenannte Rebuilt-Toner.

Für die recycelten Originaltoner zahlst du weniger als für neue Tonerkartuschen vom Druckerhersteller und handelst zudem nachhaltig sowie umweltschonend. Außerdem erhältst du von uns 10 Jahre Garantie auf unsere Produkte, die auch Tintenpatronen einschließen, die wir ebenfalls wiederaufbereiten und mit Qualitäts-Tinte wiederbefüllen.

 

Wir produzieren recycelte Druckerpatronen ausschließlich in Deutschland und haben eine jahrelange Expertise, die auch bei der Auswahl des Tonerpulvers sicherstellt, dass alle Eigenschaften wie Schmelzpunkt, Körnung, Viskosität, Farbtreue usw. korrekt berücksichtigt sind. Die Druckqualität von SUPERPATRONEN Rebuilt-Tonern steht den Originaltonern der Druckerhersteller in nichts nach. Eigenwerbung Ende – vielen Dank fürs Lesen. ;-)


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Bild-ID: 19129213 - mbongo, depositphotos.com

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