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Umwelt-Problem Plastikmüll und wie SUPERPATRONEN dagegenwirken

viele gebrauchte Druckerpatronen in großem KartonHast du dir vor kurzem einen Kaffee zum Mitnehmen im Plastikbecher gegönnt? Oder einen Salat in einer Einweg-Plastikschale für die Mittagspause? Kaufst du in Plastik verpackten Käse und legst ihn auf Brot – aus einem Plastikbeutel? Quillt die gelbe Tonne vor deinem Haus regelmäßig über? Falls nicht, bravo!

Falls doch, sei dir zugestanden, dass Plastikverpackungen bequem und allgegenwärtig sind. So bequem, dass der Markt kaum (oder noch zu wenige) Alternativen bietet. Verpackungen aus Plastik nehmen bisher einen beachtlichen Anteil beim Abfall ein, obwohl sie nicht biologisch abbaubar sind und Jahrhunderte überdauern – und die beliebten Kunststoffe kommen auch in anderen Bereichen verschwenderisch zum Einsatz. Auch beim Drucken fällt Plastikmüll an, der überwiegend aus gebrauchten Kartuschen von Tintenpatronen und Tonern besteht.

Aus Gründen der Bequemlichkeit, der Profitoptimierung, aber auch in seltenen Fällen (bisher) aus Mangel an Ausweichmöglichkeiten stehen wir (und kommende Generationen) vor dem Umwelt-Problem Plastikmüll, der zusätzlich nicht nur durch die ursprüngliche Herstellung von Kunststoff dem Klima zusetzt. Dem muss unbedingt etwas entgegengesetzt werden, solange wir den Kunststoffberg noch bewältigen können. 

Einerseits muss das durch die Vermeidung neuen Plastikmülls und andererseits durch Recycling, am besten (wo immer es möglich ist durch Produkt-Recycling) umgesetzt werden. Jeder sollte Verbraucher so gut es in seiner Macht steht, durch sein Einkaufsverhalten seinen Teil dazu beitragen. Damit unser Planet noch von vielen nachfolgenden, hoffentlich nachhaltig handelnden Generationen bewohnt werden kann.

Dieser Artikel beschäftigt sich mit

  • Problemen, die durch Plastikmüll für die Umwelt und das Klima entstehen,
  • wie Deutschland diesen Müll entsorgt und
  • wie hierzulande mit dem Recycling von Kunststoffen umgegangen wird.

Darüber hinaus wollen wir dir verraten, was SUPERPATRONEN zur Vermeidung von Plastikmüll beiträgt und welche zusätzlichen Gefahren für Natur und Mensch von minderwertigem Kartuschen-Plastik von Billig-Patronen und -Tonerkartuschen aus China ausgehen.

Im Jahr 2017 wurden im deutschen Handel für Druckerzubehör (Ladengeschäfte und online) rund 60,4 Mio. Tintenpatronen und rund 16,6 Mio. Tonerkartuschen verkauft. Eine unglaubliche Zahl an Patronen – die einen ebenso unglaublich hohen Berg an Plastikmüll ergibt!

Plastikmüll und Kunststoff: Belastung für die Umwelt 

jede Menge PlastikmüllDer Planet hat ein Plastikproblem, es ist sogar die Rede vom Plastikzeitalter. Tatsächlich werden international 400 Millionen Tonnen Kunststoff pro Jahr(!) produziert, das ist das 200-fache dessen, was noch in 1950er Jahren an Plastik hergestellt wurde. Dieser Plastikmüll landet in erheblichen Teilen in der Natur.

Jeder kennt Aufnahmen von riesigen Müllinseln, die über die Weltmeere treiben und zum Großteil aus Plastik bestehen. Dieser Kunststoffmüll ist nicht biologisch abbaubar, sondern er wird nach und nach durch Reibung in immer kleinere Teilchen zersetzt und in so genanntes Mikroplastik verwandelt. Inzwischen können Mikroplastikteilchen in vielen Bereichen nachgewiesen werden, beispielsweise auch in „Fleur de Sel“, wie das Verbrauchermagazin „Markt“ des NDR Anfang 2018 berichtete. Es handelt sich dabei um Meersalz, das für die Gewinnung von der Wasseroberfläche abgeschöpft und mit dem unerwünschten Extra teuer verkauft wird. Somit landet Plastik sogar auf unseren Tellern – und nicht nur in Mägen von Meerestieren, die daran qualvoll versterben können.

Man muss allerdings nicht bis zu den Ozeanen blicken; schon ein einfacher Spaziergang hierzulande genügt, um Plastikmüll und andere Abfälle in Parks, in Wäldern und an Flussufern zu entdecken. Allerdings werfen nicht nur Einzelpersonen gedankenlos ihren Müll in die Natur, sondern auch Unternehmen tragen ihren Teil mehr oder weniger bewusst zur Plastikvermüllung bei. Spektakulär ist dahingehend ein Fall aus Schleswig-Holstein aus dem Frühjahr 2018. Ein Zulieferer fuhr ein Klärwerk in Schleswig mit zerhäckselten Essensresten an, jedoch wurden Plastikverpackungen zuvor nicht aussortiert und gesondert entsorgt, sondern mit zerkleinert. Dieser mit Plastik versetzte Essensbrei wurde in den Faulturm der Kläranlage gegeben und es landeten im weiteren Verlauf eklatante Mengen von Plastikteilchen am Ufer der Schlei, einem Ostseearm. Wer die Hauptverantwortung dafür übernehmen soll, ist bis dato noch zu klären. Die Umweltverschmutzung und ihre Folgen sind jedoch so oder so passiert.

Plastik hinterlässt deutliche Spuren in der Umwelt – und die Auswirkungen machen auch dem Verursacher Mensch nicht kleinzuredende Probleme. Trotzdem wird es von der Industrie und von Endverbrauchern im großen Stil verwendet und für unterschiedlichste Zwecke eingesetzt. Das erschütternde: 42 Prozent davon ist Wegwerfplastik, es wird nur einmal benutzt und landet im Müll.

Darüber hinaus wird Plastik nicht zu knapp falsch entsorgt und in den Hausmüll geworfen, anstatt in die Gelbe Tonne (wobei auch diese ihre Tücken hat) – oder Plastikprodukte wie etwa Druckerpatronen landen im Restmüll, die problemlos der Wiederverwertung und somit der Kreislaufwirtschaft zugeführt werden könnten. Verlorene Rohstoffe, die man recyceln könnte. Doch auch das Thema Recycling ist nur oberflächlich betrachtet und nur in Teilen so wirksam, wie wir uns das gerne vorstellen.

Verpackungsabfälle und Plastikmüll: Recycling in Deutschland?

Manch einer mag denken: In Deutschland haben wir eines der besten Mülltrennungssysteme und Recycling wird großgeschrieben. Das mag durchaus stimmen – jedoch nur zum Teil. Genauer betrachtet ist genau das hierzulande übliche Mülltrennen mitverantwortlich für einen relativ sorglosen Umgang mit Kunststoffabfällen.

Kunststoffabfälle und Recycling in Deutschland in Zahlen

Zeichnung von Müllauto und Mülltonnen für verschiedene AbfälleLaut Umweltbundesamt (UBA) fielen 2016 nämlich 18,16 Tonnen Verpackungsmüll in Deutschland an, das sind pro Kopf 220,5 kg Verpackungsabfall; das macht uns in dieser Disziplin zum Spitzenreiter der EU. Im Vergleich dazu: Der Durchschnitt in der EU lag im selben Jahr bei 167,3 kg Verpackungsmüll pro Kopf. 

Von diesen 220,5 kg pro Kopf stammen 103,5 kg von Endverbrauchern, das sind insgesamt noch 8,52 Millionen Tonnen, die sich nicht nur aus Kunststoffen zusammensetzen, sondern auch aus Aluminium, Glas, Karton, etc. Doch wie viel Plastikmüll ist im Verpackungsmüll konkret enthalten?

Dazu veröffentlichte der Naturschutzbund (NABU) für das Jahr 2017: 6,2 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle insgesamt, davon 5,2 Millionen Tonnen durch private und gewerbliche Endverbraucher. Das macht pro Kopf 75 kg Plastikmüll, davon sind 37 kg Verpackungen. Darüber hinaus gibt der NABU an, dass von diesem Müll 49,7 Prozent stofflich verwertet wurden, 50,1 Prozent thermisch (Verbrennung) und 0,2 Prozent wurden deponiert.

Die Recycling-Quote wird vom UBA für Verpackungsmüll (nicht nur Kunststoff) ebenfalls mit 49,7 Prozent angegeben. (Diese Quote soll übrigens durch das ab dem 01.01.2019 geltende neue Verpackungsgesetz in den nächsten Jahren verbessert werden.) Allerdings sagt die Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft (DGAW) dazu, dass die Berechnung dieser Quote nicht der ganzen Wahrheit entspräche; es würden einfach alle Abfälle, die in eine Recyclinganlage transportiert werden, als recycelt gezählt – jedoch wird ein hoher Anteil energetisch verwertet, also verbrannt. Laut DGAW werden von den „Leichtverpackungen und Kunststoffen“ nur 20 bis 50 Prozent wiederverwertet und somit tatsächlich so recycelt, wie man es sich als Bürger vorstellt.

Zusammengefasst: Als recycelt gilt Plastik nicht nur, wenn es dem Wertstoffkreislauf zugeführt wird, sondern auch dann, wenn es (unter anderem aus Kostengründen) verbrannt – nett als „energetisch verwertet“ benannt – oder sogar ins Ausland exportiert wird.

Plastikmüll-Verschiffung gilt als Recycling

gebrauchte Drucker-Kartuschen auf ContainerschiffEin Prozentsatz des deutschen Plastikmülls wird also tatsächlich dem Wertstoffkreislauf zugeführt, auch durch deutsche Recyclingunternehmen. PET-Flaschen beispielsweise werden wieder zu PET-Flaschen, doch durch Vorgaben hinsichtlich der Kunststoffreinheit kann nicht ewig dieser Zyklus aufrechterhalten werden und das Müllproblem wächst weiter an. Angesichts dessen geht man auch andere Wege und exportiert Plastikmüll ins Ausland, bevorzugt nach China.

Doch China befindet sich an einem umweltpolitischen Wendepunkt und verhängte Anfang 2018 ein Importverbot unter anderem für unsortierten Plastikabfall. Bis dahin war China der größte Plastikmüll-Importeur und nahm 56 Prozent der weltweit anfallenden Plastikabfälle auf, die EU-Mitgliedsstaaten verschifften sogar 87 Prozent ihrer Kunststoffabfälle in die Volksrepublik. Zwar ist es nach EU-Gesetzen erforderlich, dass exportierte (Plastik-)Abfälle nach EU-Standards recycelt werden, doch ob das in China – und in anderen Ländern wie Malaysia, Vietnam oder Thailand, wohin seit Chinas Gesetzesänderung mehr Plastikmüll-Import stattfindet – gesichert so umgesetzt wird, ist schwer nachvollziehbar.

Genauso gut kann es sein, dass der Abfall (teils illegal) deponiert, (teils illegal) verbrannt oder zu fraglichen Bedingungen getrennt und nur in Teilen wiederverwertet wird. Allerdings verweigern immer mehr Länder Plastikmüll-Einfuhren wie etwa Malaysia.

Schau dir dazu gerne auch nachfolgendes Video an:

Sicher ist also, dass Plastikabfall ein ernstes Problem ist, dem man nicht einfach durch Export in andere Länder begegnen kann. Und die bisher für Müllexporte herangezogenen Länder haben immer mehr die Nase voll von Kunststoff aus westlichen Industriestaaten.

Wir bewohnen alle einen Planeten und früher oder später holt uns die Plastikseuche wieder ein, die wir im Hausmüll, in der Gelben Tonne und durch die Entsorger "aus den Augen, aus dem Sinn" schaffen lassen.

Um die kaum vorstellbar großen Plastikmüllberge bewältigen zu können, müssen Deutschland und Europa mehr auf eigene Recyclinganlagen und Recycling-Systeme setzen – nicht zuletzt durch Chinas Wende ihrer Abfallimport-Politik und die neuen Maßnahmen weiterer Müllimporteure anderer Länder gegen westlichen Kunststoffabfall. Am wichtigsten ist allerdings, dass in Zukunft deutlich weniger Plastik neu produziert und nachgefragt wird. Verbraucher haben dahingehend eine hohe Machtstellung – und damit auch du.

Wusstest du, dass Produkt-Recycling die beste Form der Wiederverwertung ist? Bei diesem Recycling-System werden Produkte als solches einer zweiten bzw. wiederholten Nutzung zugeführt, in dem sie aufbereitet werden. SUPERPATRONEN sind Druckerpatronen (Tonerkartuschen und Tintenpatronen) die aus dem Produkt-Recycling stammen. Wir sammeln und bereiten Patronen in Deutschland wieder auf und geben sie als Refill-Tintenpatronen und Rebuilt-Toner ohne Zwischenhändler an den Verbraucher zurück, um Transportwege möglichst kurz zu halten. Durch das durchdachte Vorgehen werden Energie und CO2-Ausstoß sowie Rohstoffe für die Neuproduktion von Patronen unseres Wissens nach so gut wie möglich gespart. Aber Vorsicht: Nicht jedes Druckerpatronen-Recycling wird als Produkt-Recycling durchgeführt! Beispielsweise bieten einige Druckerhersteller bzw. Hersteller von Originalpatronen Rücknahmesysteme für Druckerpatronen an, bei denen die Kartuschen aufwendig geschreddert, die Bestandteile sortiert, eingeschmolzen und zu neuen Patronen geformt werden. Klingt unlogisch? Unserer Meinung nach auch! Deswegen setzen wir auf Produkt-Recycling.

Warum SUPERPATRONEN gegen den wachsenden Plastikmüllberg helfen

.......Die Zahl der Menschen, die sich angesichts der Plastikproblematik bemühen und auf einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen achten, wird zum Glück immer größer. Diese Menschen verzichten möglichst auf Kunststoffverpackungen, manche verbannen sogar Plastik in jeder Form aus ihrem Haushalt oder haben sich sogar der Zero-Waste-Bewegung angeschlossen. Wer sich und seine Umwelt schützen möchte, kann auch beim Drucken und beim Kauf von Druckerzubehör etwas bewirken. Und genau da kommen unsere SUPERPATRONEN – recycelte Patronen – ins Spiel. Die Frage ist nämlich: Warum sollte man Verbrauchsmaterialien für Drucker nicht als Erzeuger so nachhaltig wie möglich behandeln und als Verbraucher Recyling-Patronen kaufen? Diese Frage führte unter anderem zur Gründung von SUPERPATRONEN.

Zusätzlicher Plastikbedarf und Umweltbelastung durch neue Kartuschen

450.000 Tonnen Plastikmüll entstehen jedes Jahr durch die Neuherstellung von Patronen (Tintenpatronen und Toner), davon landen 32 Prozent unkontrolliert in der Umwelt: Toner und Tintenreste gelangen ins Grundwasser und verunreinigen es, sie gelangen auf vielen fernöstlichen Deponien in die Natur, das Plastik der Kartuschen wird über die Jahre zu Mikroplastik und verteilt sich in Böden und Gewässern, um nur einige Auswirkungen aufzuzählen.

Und: Überwiegend werden neue Druckerkartuschen in Fernost produziert, was erneut Probleme aufwirft.

Da diese Kartuschen neu gebaut werden – egal ob von Druckerherstellern oder von Drittanbietern –, sind sie umweltbelastend, insbesondere im Vergleich zu wiederaufbereiteten Originalpatronen „Made in Germany“, also recycelte Patronen wie es unsere SUPERPATRONEN sind.

Der Weg einer DruckerpatroneAuswirkungen von neuproduzierten Tintenpatronen und Tonern: 
>>> Es wird mehr Energie für die Herstellung neuer Kartuschen benötigt.
>>> Es werden mehr Ressourcen verbraucht wie beispielsweise Öl (ca. 3 Liter pro Kartusche).
>>> Durch die weiten Transportwege wird die Umwelt und das Klima zusätzlich durch das Treibhausgas CO2 und andere Faktoren belastet.
>>> Es wird für neue Kartuschen mehr Kunststoff gebraucht, also Plastik, das irgendwann zu weiterem Plastikmüll wird und zunächst unter hohem Energie- und Rohstoffaufwand produziert werden muss.

SUPERPATRONEN bestehen aus Originalkartuschen, daher wird kein neuer Kunststoff für die Tinten- und Tonertanks aufgewendet. Zudem findet die Wiederaufbereitung in Deutschland am Rande Frankens statt – unter besten Umweltbedingungen nach deutschen und EU-weit geltenden Vorgaben. Die Originalpatronen stammen aus deutschen Sammelsystemen, die die fachgerechte Entsorgung von Tintenpatronen und Tonern gewährleisten. Auch der Versand der recycelten Patronen wird direkt ab Manufaktur umgesetzt, sodass die SUPERPATRONEN ohne Umweg beim Kunden – und hoffentlich auch bei dir – landen.

Zusammengefasst leistet wiederaufbereitetes Druckerzubehör (benannt als Refill-Patronen und Rebuilt-Toner) aus Deutschland Umweltschutz durch kürzest mögliche Transportwege, Ressourcenschonung und Energieeinsparungen. Und sie verringern eben auch das Aufkommen von neuem Plastikmüll in erheblichem Maße.

Das Wiederaufbereiten von originalen Kartuschen hat einen zusätzlichen Vorteil:

Gefährliche Umweltbelastung durch minderwertiges Plastik von Billig-Patronen aus Fernost

Zeichnung Warnsymbol giftig mit TotenkopfDer Markt für Druckerpatronen ist groß und weist weltweit einen Umsatz für Toner und Tintenpatronen von 64 Milliarden auf. An diesen Umsätzen wollen nicht nur die Druckerhersteller mit ihren Originalpatronen verdienen, sondern es werden auch immense Mengen Billig-Patronen in Asien produziert und zu nahezu lächerlichen Preisen verkauft. Anhand des niedrigen Preisniveaus kannst du übrigens solche Kartuschen identifizieren.

Diese Billig-Patronen können so preiswert angeboten werden, weil sie meist unter schlechten Arbeitsbedingungen in den Fernost-Fabriken gefertigt werden, zudem sind sie oftmals patentrechtlich illegal – wie wir bereits hier ausführlich schilderten. Außerdem bereiten die Billig-Patronen Umweltprobleme:

Die verwendeten Kunststoffe für Newbuilt-Kartuschen (engl. newbuilt = neu gebaut) sind in den allermeisten Fällen durch ihre Inhaltsstoffe Umweltverschmutzer – und diese Inhaltsstoffe sind sogar teilweise potenziell gesundheitsgefährdend für die Nutzer.

Es wird also nicht nur mehr Kunststoff für die neu hergestellten Kartuschen benötigt, sondern Billig-Patronen verpesten zusätzlich unsere Natur; strenge Kontrollen der Herstellungsbedingungen aus umwelttechnischer Sicht bestehen bisher entweder unzureichend oder werden erfolgreich umgangen.

Flammschutzmittel-Skandal bei Billigkartuschen

Dass das nicht nur ein Märchen ist, sondern harte Realität, ist belegt. So wurde beispielsweise das seit 2008(!) in der EU in Elektrogeräten verbotene Flammschutzmittel Decabromdiphenylether (DecaBDE) im Plastik solcher Kartuschen vom TÜV Rheinland/LGA nachgewiesen. Das Verbot dieses toxischen Stoffes wird ab März 2019 in der EU sogar verschärft, denn DecaBDE ist laut Umweltbundesamt ein persistenter, bioakkumulierender, toxischer Stoff (PBT).

Das Flammschutzmittel Decabromdiphenylether ist verboten, weil:

  • DecaBDE ein schwer abbaubarer, umweltschädlicher und bleibender organischer Schadstoff ist.
  • DecaBDE durch Bioakkumulation im menschlichen Organismus angereichert wird.
  • der Verdacht besteht, dass das Flammschutzmittel sich langfristig schädlich auf die Embryonalentwicklung auswirkt.

Und nun taucht das Flammschutzmittel in Billig-Patronen in extrem hohen Konzentrationen auf.

Im Herbst 2018 wurden Newbuilt-Kartuschen vom TÜV Rheinland/LGA untersucht mit dem Ergebnis: die nachgebauten Kartuschen enthielten bis zu 14.000 mg/kg DecaBDE!

Dass das keine bedauerliche Ausnahme war, konnte ebenfalls bestätigt werden, wie im Dezember 2018 veröffentlicht wurde. Wiederum sind nachgebaute Kartuschen von Tonern vom TÜV Rheinland/LGA untersucht worden und diesmal konnten sogar Werte von bis zu 17.000(!) mg/kg DecaBDE festgestellt werden. Solch extreme Werte wurden übrigens in acht von neun Billig-Tonerkartuschen ermittelt und sind somit kein Zufallsprodukt! Und diese Kartuschen werden täglich in Deutschland verkauft und viele ahnen nicht einmal, was sie sich ins Haus holen …

Und: Billigkartuschen können nicht wiederaufbereitet werden. Das bedeutet, sie werden geschreddert, vergrößern das Plastikmüll-Aufkommen und reichern die Umwelt mit extrem bedenklichen Giftstoffen an. Ganz abgesehen von den verlorenen Rohstoffen und den Auswirkungen auf das Klima.

Weniger Plastik im Alltag: Schütze deine Umwelt und das Klima

gezeichnete Comic-Druckerpatrone, die sich freut und jubeltDie Problematik Plastikabfall zeigt, dass hoher Handlungsbedarf besteht und ein bewusster Umgang mit Plastikverpackungen und Kunststoff im Alltag unbedingt bei jedem einzelnen von uns größer werden muss. Nachhaltiges Handeln ist für unseren Planeten, uns Menschen und das Klima notwendig und setzt schließlich mit wachsender Nachfrage auch die Industrie unter Druck, dem Kundenwillen nach und nach zu entsprechen.

Auch du kannst im Alltag darauf achten, weniger Plastikmüll zu produzieren:

>>> Du kannst versuchen, Lebensmittel nicht in Einwegverpackungen zu kaufen, wo immer es geht. In einigen Städten eröffneten bereits Läden, in denen du Lebensmittel unverpackt kaufen kannst. Auch regionale Einkäufe auf Märkten und direkt auf (Bio-)Bauernhöfen sind Optionen, Plastikberge und andere Umweltbelastungen zu verringern.

>>> Verzichte auf To-Go-Produkte wie beispielsweise Kaffee im Plastikbecher und abgepackte Fertigmahlzeiten. Dein Essen für die Mittagspause könntest du beispielsweise in einer Edelstahl-Brotzeitbox mitnehmen.

>>> Du kannst Alternativen finden und nutzen, bei denen weniger Plastik zum Einsatz kommt, wie beispielsweise ein Seifenstück statt Handwaschseife aus dem Plastikspender.

>>> Du kannst bewusst auf Plastikgeschirr und auf andere Haushaltsgegenstände aus Kunststoff verzichten, die es auch aus nachhaltigen Materialien gibt wie etwa Glas, Bambus oder Holz.

>>> Habe stets einen Baumwollbeutel für Einkäufe dabei, damit du nicht auf Plastiktüten zurückgreifen musst, und verwende ihn so lange wie möglich.

>>> Auch Bananen und anderes Obst und Gemüse müssen nicht extra am Stand im Supermarkt in einen Plastikbeutel gepackt werden, sondern schaffen es auch so sicher nach Hause. Zusätzlich kannst du Mehrweg-Netze für Obst und Gemüse nutzen, am besten solche, die aus Naturmaterialien hergestellt wurden.

>>> Besonders unsinnig sind auch Konfetti und ähnliche Party-Artikel aus Plastik, insbesondere da es schicke und zu 100 Prozent umweltverträgliche Alternativen gibt: große Blätter sammeln, trocknen und mit einem Locher zu Konfetti verarbeiten, kein Einweggeschirr verwenden, auf Trinkhalme verzichten, usw. 

Dir fallen sicher für deinen persönlichen Alltag noch viele Optimierungsmöglichkeiten ein, zudem kannst du dich für recyceltes Druckerzubehör entscheiden.

Wiederaufbereitete Druckerpatronen, also recycelte Patronen, vermindern übrigens nicht nur den Kunststoff-Gebrauch, sondern bieten weitere Umweltvorteile, die du in unserer Patronen-Studie nachlesen kannst. Ein Beispiel: Wenn 10 Prozent der Menschen SUPERPATRONEN kaufen würden, könnten durch ihre vom üblichen Vorgehen abweichenden Produktionsbedingungen 1.186 Zwei-Personen-Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden! 

Und du verhinderst mit dem Gebrauch von SUPERPATRONEN, dass Billig-Patronen und ihre meist mit gefährlichen Stoffen versetzten Plastikgehäuse zu dir nach Hause und schließlich in die Umwelt gelangen.


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