Umweltschutz durch Recycling
Qualität Made in Germany
Direkt aus der Manufaktur
4.8/5 bei 2000 Bewertungen

Welcher Drucker hat die geringsten Druckkosten?

Drucker druckt Euroscheine

Zunächst die nüchterne Wahrheit: Eine allgemeinverbindliche Antwort auf diese Frage ist nicht möglich. Du findest hier nicht: „Kaufe einen Drucker von HP (Epson, Canon, Brother ...)“ oder „Geringe Druckkosten haben Geräte aus der PIXMA-Reihe.“ So viel vorweg, denn:

Welcher Drucker oder welches Multifunktionsgerät auf Dauer die geringsten Druckkosten verursacht, ist direkt von deinen Nutzergewohnheiten abhängig. Dabei kommt es sowohl auf den Umfang als auch die Art der Druckaufträge an, die du voraussichtlich an das Gerät geben wirst. Außerdem sind bei der dauerhaften Höhe der Druckkosten eine ganze Reihe anderer Faktoren beteiligt, die sich unter anderem aus den unterschiedlichen Folgekosten von Druckern erschließen lassen.

Hinzu kommt, dass fortlaufend neue Modelle von den verschiedenen Herstellern auf den Markt gespült werden. Entsprechend gibt es mindestens jährlich neue Testsieger in verschiedenen Bereichen, darunter eben auch im Bereich „geringste Druckkosten“, festgestellt in einem vordefinierten Test-Gebrauch der Geräte. Wie ehrlich die Ergebnisse sind, die einen Testsieger unter den Druckern küren, hängt übrigens auch davon ab, wie unabhängig die testende Instanz vorgeht. Daher solltest du auf der Suche nach Testsiegern genau hinschauen, wer mit welchen Absichten getestet hat.

Nichtsdestotrotz: Da uns nichts ferner liegt, als dich im Regen stehen zu lassen mit deiner dringlichen Frage, mit welchen Druckern du geringe Druckkosten zu erwarten hast, haben wir Tipps zusammengetragen, mit denen du in puncto Druckkosten den für dich günstigsten Drucker finden kannst.

Frage 1: Sind Laserdrucker günstiger als Tintenstrahldrucker?

Foto eines Laserdruckers

Es gab eine Zeit, in der hieß es, dass Laserdrucker für große Druckaufträge geringere Druckkosten als Tintenstrahldrucker verursachen. Das ist inzwischen bei den zwei Geräte-Typen nicht mehr so. 

Es gibt Tintenstrahldrucker, die ebenfalls eine hohe Druckgeschwindigkeit bei niedrigen Druckkosten erreichen. Das sind vor allem Office-Drucker für gewerbliche Anwender, die einen seitenbreiten Druckkopf besitzen und von Druckertinte aus Flaschen versorgt werden, beispielsweise sind das Geräte von Epson. Natürlich gibt es unter Tintenstrahldruckern für Unternehmen auch Multifunktionsdrucker, die zusätzlich als Kopierer und Scanner fungieren und unter Umständen auch Fax bieten und WLAN-Konnektivität vorweisen.

Auch im Segment für private Anwender haben viele Hersteller Tintenstrahldrucker etabliert, die von den Kosten her den Laserdrucker-Modellen erfolgreich Konkurrenz machen. Das heißt, heute rücken beim Kauf der Drucker und Multifunktionsgeräte andere Auswahlkriterien in den Vordergrund, wenn es um die geringsten Druckkosten geht. Und die Konnektivität per WLAN ist mittlerweile bei vielen Druckern bereits Standard.

Frage 2: Ist der Tintenstrahldrucker für Wenigdrucker besser als ein Laserdrucker?

Foto von Tintenpatronen in Tintenstrahldrucker

Hier war in der Vergangenheit der Kaufpreis des Druckers das ausschlaggebende Kriterium. Interessenten mit einem niedrigen Druckaufkommen entschieden sich häufig für Tintenstrahldrucker, weil die Laserdrucker von der Anschaffung her teurer waren. 

Doch gerade für Wenigdrucker haben Tintenstrahldrucker einen erheblichen Nachteil: Wenn sie lange nicht benutzt werden, trocknet die Tinte an den Druckköpfen ein. Dadurch muss du einen erheblichen Wartungsaufwand bei den Druckkosten berücksichtigen. Auch die vom Gerät selbst bereitgestellten Funktionen zur Reinigung der Druckköpfe verbrauchen Tinte. Diese teils erheblichen Verluste der Tinte musst du bei der Beurteilung der Druckkosten pro Blatt (Seitenpreis) ebenfalls einkalkulieren. Und sollte die Druckerpatrone eingetrocknet sein, kannst du sie zwar womöglich mit unseren Tipps im verlinkten Ratgeber retten, dennoch ist es ärgerlich und kostet mindestens Zeit oder im schlimmsten Fall eine neue Druckerpatrone.

Allein schon deshalb könnte vor allem für s/w-Ausdrucke ein preiswerter Laserdrucker durchaus die bessere Anschaffung sein, weil hier solche Verluste nicht auftreten. Das ist auch deshalb überlegenswert, weil bei den Kaufpreisen die Unterschiede zwischen Laserdruckern und Tintenstrahldruckern kräftig geschrumpft sind. Die doch noch häufig vorhandene höhere Druckgeschwindigkeit von Laserdruckern ist ein zusätzlicher Vorteil.

Frage 3: Wie beeinflusst der Energieverbrauch die Druckkosten?

Wenn du eine Antwort zur Frage “Welcher Drucker hat die geringsten Druckkosten?“ haben möchtest, solltest du wissen, dass auch der Energieverbrauch der Drucker in die Berechnung einfließt. Hier schneiden Tintenstrahldrucker durchweg besser ab als Laserdrucker. 

Laserdrucker brauchen allein durch die Fixiereinheit und die von ihr benötigte Vorwärmzeit ein Vielfaches der Energie, die ein Tintenstrahldrucker verbraucht. Die Vorwärmzeit macht sich vor allem dann negativ bemerkbar, wenn du häufig einzelne Blätter ausdrucken musst. Wenn du obendrein verhältnismäßig lange auf den ersten Ausdruck wartest, tröstet eine hohe Druckgeschwindigkeit nur marginal. 

Wenn du jedoch das Gerät intensiv nutzt, mag die Vorwärmzeit eines Laserprinters zu vernachlässigen sein, weil er im Dauergebrauch bereits warm ist. Jedoch lohnt dann besonders der Blick auf den Energieverbrauch im Stand-By-Modus und im Betrieb der verschiedenen Gerätetypen (Laser oder Tintenstrahl). 

Tipp: Möchtest du bei häufigerem Druckaufkommen die geringsten Druckkosten beim Laserdrucker sichern, solltest du die Druckaufträge sammeln und sie als Paket erteilen. Durch die hohe Druckgeschwindigkeit von Laserprintern hast du dennoch in kurzer Zeit die fertigen Ausdrucke vorliegen. Ein praktisches Beispiel, wie auch dein Druckerverhalten beeinflusst, ob du deinen Drucker oder dein Multifunktionsgerät mit geringen Druckkosten und Folgekosten betreiben kannst.

Frage 4: Wie kannst du beim Tintenstrahler die Druckkosten senken?

Die Zusammenfassung von kleinen Druckaufträgen über kürzere Zeiträume hinweg kann auch beim Tintenstrahler lohnenswert sein und die Druckkosten geringer halten. Das gilt besonders für die Modelle, die bei jeder Aktivierung automatisch vor dem Ausführen der Druckaufträge das Reinigungsprogramm starten, das Tinte durch den Druckkopf spült. 

Wenn du die Anzahl solcher Reinigungszyklen reduzierst, minimierst du gleichzeitig die dadurch auftretenden Tintenverluste und du musst seltener die Patronen tauschen. Außerdem sinken die Ausgaben für die Wartung des Geräts durch die Leerung oder den Austausch der Resttintenbehälter. Das heißt, du kannst auch hier in einem erheblichen Umfang mit deinem Nutzerverhalten die Druckkosten beeinflussen.

Frage 5: Wie kannst du die Druckkosten noch reduzieren?

Das beginnt bereits bei der Überlegung, welche Dokumente du tatsächlich ausdrucken musst. Oftmals reicht die digitale Speicherung völlig aus. Außerdem solltest du dir überlegen, in welcher Qualität du deine Ausdrucke benötigst. Für viele Zwecke brauchst du keine intensiven Farben, sondern kannst deine Druckkosten mit dem Tonersparmodus senken oder durch Ausdrucke mit der Option „Entwurfs-Modus“ Tinte sparen. Dadurch verlängert sich die Reichweite deiner Tonerkartuschen und Patronen erheblich.

Extra-Tipp: Deine Druckkosten kannst du durch sparsames Drucken senken. Wie das geht, zeigen wir dir in unserem Ratgeber „Sparsam drucken: 18 Tipps zum Druckkosten senken“. Hier erfährst du, wie du deinen Drucker in puncto Kosten optimal nutzt.

Frage 6: Entscheidet nur der Drucker über die geringsten Druckkosten?

Druckerpapier wird aufgefächert

Dass das nicht so ist, hast du über die Hinweise zum Einfluss des Nutzerverhaltens bereits erfahren. Doch es kommen weitere Faktoren hinzu. Bei der Kalkulation der Druckkosten musst du natürlich auch die Kosten für das Druckerpapier berücksichtigen. 

Es gibt beim Papier erhebliche Unterschiede. Ein extremes Beispiel: Guter Fotokarton für optimale Druckqualität bei Fotos kostet pro Blatt ein Vielfaches dessen, was du für ein Blatt Standarddruckerpapier mit 80 Gramm pro Quadratmeter bezahlst. 

Doch auch beim „gewöhnlichen“ Papier für Dokumentendruck gibt es Unterschiede, preislich wie qualitativ. Billiges Papier, das meist viel Abrieb aufweist, der sich auf die Bauteile des Druckers legt, lohnt sich trotz des niedrigen Einkaufspreises nicht. Man muss durch minderwertiges Papier häufiger Wartungen und Reinigungen vornehmen sowie Verschleißteile schneller wechseln, was erneut Kosten verursacht und die gesamten Druckkosten in die Höhe treibt.

Außerdem solltest du in die Betriebsanleitung deines Druckers oder Multifunktionsgeräts schauen und den Empfehlungen des geeigneten Papiers (Papierstärke, Papierarten) folgen. So sicherst du eine gute Druckqualität, denn Fehldrucke verteuern die Folgekosten ebenfalls.

Frage 7: Wann darfst du Verschleißteile bei den Druckkosten nicht vergessen?

Foto einer Bildtrommel

Dieser Fakt spielt vor allem bei der Frage eine Rolle, welcher Laserdrucker die geringsten Druckkosten verursacht. Beim Laserdrucker brauchst du nämlich mehr Zubehör als für einen Tintenstrahldrucker. Das resultiert aus der Tatsache, dass in der Regel auch die Bildtrommel samt Fixiereinheit und eventuelle Transferbänder getauscht werden müssen aufgrund der Funktionsweise des Laserprinters.

Du musst also den Preis für die Ersatztrommeln und andere Verschleißteile durch die damit durchschnittlich erzielbare Zahl der Ausdrucke teilen. Das Ergebnis musst du zu den Tonerkosten, Energiekosten und Papierkosten pro Ausdruck addieren, um die Gesamtkosten pro Blatt (Seitenpreis) zu erhalten. 

Einige Hersteller bieten sogenannte „Maintenance-Kits“ für verschiedene Modelle an, also Sets für Wartung und Instandhaltung mit verschiedenen Verschleiß- und Ersatzteilen wie Bildtrommel, Fuser, Fixiereinheit, Resttonerbehälter etc. Darüber kannst du dir recht einfach einen Überblick über die Kosten verschaffen.

Frage 8: Warum musst du vor dem Kauf Toner- und Tinten-Preise checken?

Tintenpatrone wird in Tintenstrahldrucker eingesetzt

Die Antwort ist ganz einfach: Die Kosten für Patronen und Tonerkartuschen haben den mit Abstand größten Einfluss auf die Druckkosten bei Druckern und Multifunktionsgeräten. Dabei spielen mehrere Kriterien eine Rolle:

  • Nutzt der Drucker klassische Druckerpatronen oder nachfüllbare Tanks?
  • Gibt es für den Drucker XL-Patronen, XXL-Tintenpatronen oder Jumbo-Tonerkartuschen?
  • Welche Alternativen zum originalen Verbrauchsmaterial gibt es für das Geräte-Modell?
  • Stehen bereits Rebuilt-Toner, Rebuilt-Drums oder Refill-Patronen zur Auswahl?


Im gewerblichen Bereich punkten vor allem die Drucker und Multifunktionsgeräte mit den geringsten Druckkosten, die einen nachfüllbaren Tank mitbringen. Beispiele dafür sind die EcoTank-Reihe von Epson (sind häufig Testsieger bei der Frage nach den geringsten Druckkosten) und die Modellreihen, welche das InkBenefit-System von Brother nutzen. 

Die besagten Modelle von Epson und Brother sind hauptsächlich für Nutzer empfehlenswert, die regelmäßig sehr umfangreiche Druckaufträge erteilen. Dort rechnet sich die Investition in etwas höhere Preise für die Geräte durch die drastische Reduzierung der Unterhaltskosten.

Frage 9: Sind Abos für die geringsten Druckkosten interessant?

Hewlett Packard (HP) hat ein System entwickelt, bei dem du Tintenpatronen abonnieren kannst. Der Dienst hört auf den Namen HP InstantInk. Nach den bisherigen Erfahrungen ist er vor allem für Farbdrucke interessant. Dabei musst du dich auf eine bestimmte Seitenzahl pro Zeiteinheit festlegen, um einen passenden Tarif wählen zu können. Daher solltest du dein zu erwartendes Druckaufkommen kennen.

Der Vorteil beim HP-Tintenpatronen-Abo ist, dass deine Druckkosten nicht durch Fahrtkosten oder Versandkosten belastet werden. Außerdem bestellt der Drucker automatisch Druckerpatronen nach – allerdings zum von HP vorgegebenen Preis. Einen entscheidenden Nachteil hat das Druckerpatronen-Abo zusätzlich: HP kann ständig dein Nutzerverhalten überwachen ...

Frage 10: Kommt es tatsächlich nur auf die Druckkosten an?

Drucker mit Siegel

In Zeiten wachsender Müllberge und Müllstrudel in den Ozeanen sowie den Risiken bei der Entwicklung des globalen Klimas solltest du natürlich nicht nur an die Kosten denken. Bitte beziehe den Umwelt- und Klimaschutz bei der Auswahl der Drucker, Multifunktionsdrucker und des Druckerzubehörs ein. Dabei kannst du einen angenehmen Nebeneffekt nutzen. 

Mit Refill-Patronen und Rebuilt-Tonern bekommst du niedrige Druckkosten bei gleichzeitig hoher Druckqualität. Rechnest du den Zeitaufwand mit ein, schlagen solche Produkte aus der Wiederaufbereitung sogar die Preise, die beim eigenen Nachfüllen der Toner und Druckerpatronen entstehen.

Beim Kauf eines Laserdruckers solltest du außerdem gezielt nach Modellen schauen, für die es auch Rebuilt-Drums gibt. Damit kannst du Druckkosten sparen und die Umwelt sowie das Klima schonen. 

Das Druckerzubehör aus dem Recycling stellt aktuell eine der wenigen Ausnahmen dar, denn bei vielen Produkten zahlst du aktuell noch kräftig drauf, wenn du umwelt- und klimafreundliche Varianten wählst. Dagegen sind recycelte Patronen und wiederaufbereitete Produkte für Multifunktionsdrucker und Printer beim Preis günstiger und nutzen dennoch der Umwelt. Sie stehen für viele Modelle von vielen Herstellern zur Verfügung und senken deine Druckkosten.

Die bereits erwähnten Energiekosten (Strom im Stand-By-Modus und im Betrieb) sind auch interessant, wenn du umweltbewusst drucken möchtest. Eine vereinfachte Ausgangsbasis für die umweltbewusste Auswahl deines künftigen Geräts bieten dir Drucker und Multifunktionsdrucker mit dem Umweltsiegel „Blauer Engel“. Mehr dazu in Bezug auf Drucker findest du hier.

Fazit zum Drucker mit geringsten Druckkosten

Den universellen Drucker mit den geringsten Druckkosten gibt es nicht. Wie hoch deine Druckkosten pro Blatt ausfallen, hängt von vielen Kriterien ab. Dabei spielen dein Nutzerverhalten und der Umfang der von dir erteilten Druckaufträge eine wichtige Rolle.

Aber auch an andere Anforderungen solltest du denken. Soll beispielsweise dein Drucker mit einer Falt- und Kuvertiermaschine kooperieren, dann ist ein guter Laserprinter besser geeignet, weil du keine Tintentrocknungszeiten berücksichtigen musst.

Bei den Druckkosten und beim Leistungsvermögen wurden in den letzten Jahren Unterschiede zwischen Laserdruckern und Tintenstrahldruckern abgebaut. Das zeigt ein Blick auf die jüngste Generation der Tintenstrahler für Businessanwender, die gewöhnlich als Multifunktionsdrucker mit Kopierer und Scanner, WLAN und hoher Druckgeschwindigkeit daherkommen. 

Die Auswahl eines Druckers ist also immer eine sehr individuelle Sache. Für Wenigdrucker lohnt sich die etwas höhere Investition in einen preiswerten Laserdrucker. Vieldrucker sind dagegen oftmals mit Tintenstrahldruckern besser bedient, bei denen die traditionellen Druckerpatronen durch nachfüllbare Tanks abgelöst wurden.

Recycling-Symbol

Vorbildlich und nachhaltig ist beim Drucker kaufen, wenn es für das Gerät umweltfreundliches Verbrauchsmaterial als Alternative zu den teuren Neupatronen, Tonern und Bildtrommeln der Druckerhersteller gibt. Auch Druckermodelle mit niedrigem Energieverbrauch kommen der Umwelt zugute.


Leser interessieren sich auch für diese Themen:


Bildquellen:
Bild-ID: 46931355 - Nick_Freund, depositphotos.com
Bild-ID: 13910908 - carlosphotos, depositphotos.com

 

2. Druckerserie wählen
3. Druckermodell wählen